Wenn Markenimage als Influencer zur Falle wird – Der Fall Fynn Kliemann

Das Markenimage als Influencer – Entscheidend für den Erfolg oder das Scheitern

Fynn Kliemann ist bekannt durch diverse YouTube-Kanäle und seine Musik. Vor 13 Jahren begann er seine Karriere als Influencer. Sein Markenimage war authentisch und unkonventionell. Er war er selbst. Für den außenstehenden war er ein moralischer Mensch. Doch seit Kurzem wissen alle und vor allem noch viele mehr, dass dies nur Fassade ist. Jan Böhmermann von ZDF-Magazin Royale hat aufgedeckt, dass der „Gute“ ein wenig bei den Maskendeals gefuscht hat. Er ist jetzt nicht der Erste, der mit diesem Thema negativ in Berührung kommt, aber war er doch als „Saubermann“ ein ehrlicher Bürger. Zumindest war dies der Glaube der Meisten. Mich eingeschlossen; aber was bedeutet das nun? 

Ist das Markenimage als Influencer zerstört?

Darauf eine Antwort zu geben, ist nicht so einfach. Erstens leben wir in einer sehr schnelllebigen Welt und Nachrichten nutzen sich enorm schnell ab, zweitens sind Fehler menschlich und es darf auch mal verziehen werden und drittens ist ein Markenimage ja nicht in Stein gemeißelt. Das kann man auch mit der Zeit verändern. Doch worauf kommt es an? Wie reagiert man in so einer Situation? Um ein Markenimage als Influencer aufbauen zu pflegen, muss viel kommuniziert werden. Sowohl indirekt als auch direkt mit seinen Fans. Dabei kommt es enorm auf die Vorbereitung an und klare Richtlinien. 

Genauso wie bei einer Produktmarke muss auch ein Personal Branding eines Influencers strategisch aufgebaut sein. Dazu gehören auch Elemente einer Corporate Identity. Das muss zwar nicht auf ein großes Unternehmen umgesetzt werden, aber die Außendarstellung ist genauso wichtig. 

Dadurch ergibt sich aber auch die Möglichkeit, schnell und effektiv Änderungen vorzunehmen. Aber Achtung: die Veränderungen sollten entweder schrittweise oder nur klein sein. Es ist also nicht möglich ein Markenimage als Freund der Ökologie zu haben und plötzlich geht man auf die Straße und kämpft für fossile Brennstoffe. Im Falle von Fynn Kliemann ist das natürlich nicht umzusetzen. Es ist bekannt, dass er unternehmerisch aktiv ist und daher hat er den einen oder mehrere Maskendeals abgewickelt hat. Dennoch darf man erwarten, dass gerade solche Aufträge moralisch korrekt umgesetzt werden, sodass sie nicht strafrechtlich verfolgt werden müssen.

Krisenkommunikation als Hilfsmittel für das Markenimage als Influencer

Nun habe ich bereits im vorherigen Absatz festgestellt, dass das Markenimage durch kurzfristige Adaptionen im Fall Kliemann nicht nützlich oder nicht hilfreich sind. Doch was kann er tun? Kommunikation ist das Tool schlechthin, wenn es um die Steuerung eines Markenimage geht. Es gibt die Möglichkeit Informationen gezielt zu platzieren, um ein Markenimage aufzubauen oder auch während einer Krise zu stärken. Betrachten wir jetzt die Reaktionen in der Causa Kliemann. Insgesamt kann man nur feststellen, dass es keine konkrete Idee hinter den diversen Aussagen gab. Mal waren die Informationen zum Maskendeal nicht bekannt, dann zeigt er Reue und dann gab es auch noch eine Wutrede … man spricht sogar von „schwurbeln“ … 

Davon abgesehen, dass der Maskendeal nicht korrekt war, ist die Kommunikation von Fynn Kliemann einfach nur zum Kopfschütteln. Mein Lehrer hätte zu mir gesagt: „Setzen, 6!“ Er zerstört mit dieser inkonsequenten Art und Weise noch mehr seinen Ruf du das bekommt er mittlerweile zu spüren. Diverse Unternehmer wenden sich ab und Kooperationen werden beendet. 

Worauf man beim Markenimage als Influencer achten sollte

Wenn ihr als Influencer tätig seid oder es werden möchtet, geht an die Sache, als wäret ihr selbst eine Ware, die ihr verkaufen möchtet. Nehmt euch die Zeit und entwickelt eine Corporate Identity. Macht euch insbesondere Gedanken über eure Werte und Normen. Das hilft z. B. später bei der Auswahl eurer Sponsoren oder Partner. Überlegt euch, wie ihr mit euren Partnern zusammenarbeiten möchtet, denkt darüber nach, welche Probleme ihr löst und wie eure Kommunikation gestaltet. 

Danach könnt ihr eure Zielgruppe abstecken und euer Branding entwickeln. Sollte es dennoch mal zu Konflikten oder Situationen wie in der Causa Kliemann kommen, dann nehmt euch die Zeit und überlegt was, wann und wie ihr kommuniziert. Bei der Bundeswehr hatten wir im Fernmeldedienst ein Sprichwort: „Erst denken, dann drücken und dann sprechen.“

Falls ihr kein Bock auf die Entwicklung einer Corporate Identity habt oder ihr dringend Hilfe beim Branding oder anderen Strategien benötigt, schreibt uns eine Nachricht über das Kontaktformular und wir helfen euch.

Not Just Emotions - Agentur für Social-Media und digitale Kommunikation - Marketing-Blog - Fynn Kliemann – Was passiert, wenn das Markenimage als Influencer zur Falle wird
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